vorher – nachher 19: hinterer Marktplatz mit altem und neuem Denkmal

Diesmal in meiner „Damals-Heute-Reihe“ zeige ich den hinteren Bereich von Mendens „guter Stube“ zwischen Kirchplatz und Marktplatz. Der Blick geht über 100 Jahre zurück und vom Plateau zwischen Vincenzkirche und Treppenaufgang in Richtung Kirchstraße:

1912, Hagelbette am Markt

Foto 1: vom unteren Kirchplatz auf hinteren Marktplatz mit (Ex-)Kriegsdenkmal, um 1911; abfotografiertes historisches Postkartenfoto von ca. 1912; Quelle: Buch v. Theo Bönemann: “Bildpostkarten spiegeln Geschichte – Alte Ansichten von Menden” (erschienen 1988)

Zum besseren Vergleich schreibe ich ausnahmsweise mal nicht viel zwischen zwei Fotos, sondern zeige direkt den annähernd gleichen Blick aus dem Jahr 2011:

von den Vincenztreppen zum Museum

Foto 2:  Blick von den Kirchplatztreppen auf den hinteren Marktplatz mit Altem Rathaus (links),  Museum (Mitte) und Alte Apotheke (rechts, teils hinterm Baum); August 2011       

Die Änderungen, die sich an dieser Stelle innerhalb eines Jahrhunderts ergeben haben, sind augenfällig, aber es ist auch einiges Alte noch gut wiederzuerkennen.
Vor 1912 gab es das (Alte) Rathaus noch nicht. An dessen Stelle befand sich damals das Hotel „Zum Adler“ samt Nebengebäuden. Die beiden Patrizierhäuser (heutiges Museum, links; Alte Apotheke, rechts) am Eingang zur Kirchstr. sind noch weitgehend erhalten.

Am auffälligsten auf der alten Bildpostkarte ist das hoch aufragende Kriegs-/Gefallenendenkmal vor den Kirchplatztreppen, das 1874  zum Gedenken an den Deutsch-Französischen Krieg errichtet wurde. Dies ist von dieser prominenten Stelle der Stadt schon lange entfernt worden. Dafür gibt es heutzutage unterhalb des Kirchplatzes (auf Foto 2 in der Mitte) den Stadtbrunnen und die Geschichtssäule.

Das alte Denkmal ist aber nicht gänzlich aus dem Stadtbild verschwunden, sein unterer Teil steht nun im Arboretum am Städt. Walram-Gymnasium:

Hagelbette im Arboretum

Foto 3: 1870/71er-Kriegsdenkmal  im Arboretum an der Walramstr.; Juli 2010

Mehr zum Denkmal und zum Alten Rathaus soll in späteren Beiträgen folgen …

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Über zalp

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3 Antworten zu vorher – nachher 19: hinterer Marktplatz mit altem und neuem Denkmal

  1. Follygirl schreibt:

    Wie schön, daß so vieles erhalten wurde. Die Geschichstsäule ist ja mal was ganz anderes, hab ich so noch nicht gesehen,

  2. puzzleblume schreibt:

    Alte Ansichtskarten sehe ich mir immer sehr gern an, und wenn es ein gegenübergestelltes Jetztzeitbild gibt, um so lieber. Schade, dass man damals so überzeugt davon war, dass das Rathaus bauliche Priorität demonstrieren müsse.
    Eben habe ich zufällig eine euphorisch formulierte Festrede zum 100jährigen „Geburtstag des Rathauses gefunden > Link. Inhaltlich habe ich einiges wiedererkannt, was du in einem anderen Artikel schon erklärt hast, sozialpolitisch habe ich mich über den Verfasser bzw. dessen Identifikationsstandpunkt gewundert, Ich hoffe, das findet nicht städteplanerischen Niederschlag, wenn anderswo jemand „im Weg wohnt“.

    • zalp schreibt:

      Im Vergleich zum aktuellen (Neuen) Rathaus und umgebenden Bauten, wofür Ende der 1970er Jahre beinahe 1/4 der historischen Altstadt geopfert wurde, waren die Um- und Abbrüche im Gefolge des Baus des Alten Rathauses noch harmlos …

      Danke für den Link zur Festrede zum Alten Rathaus! Kannte ich vorher selbst noch nicht (nur einige damals in der Presse abgedruckten Auszüge).
      Unser Bürgermeister – der übrigens vor 10 Tagen in einer BM-Stichwahl abgewählt wurde – hatte einen oft sehr offenen und ironischen Redestil. Und er war (städtebaulichen) Neuerungen/Änderungen gegenüber sehr aufgeschlossen. Für Zweifler an „seinen“ Projekten hatte er nicht immer Verständnis …
      Einige dieser Veränderungen sind auch wirklich gelungen, andere weniger…völlig misslungen ist m. E. (noch) nichts …

      Nach dem Bau des Alten Rathauses durften ja die Bewohnerinnen des ihm (etwas) im Weg stehenden Wohnhauses bis zu ihrem Tod wohnen (und ihr Haus stehen) bleiben. Heutzutage wird für ähnliche Bauvorhaben eher direkt umgesiedelt und/oder finanziell entschädigt.

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