Aussichtspunkte 29: Aussicht von Süden auf Menden-Mitte mit Anknüpfung an Bilderkreisel u. a.

Während ich hier in sonntagmittäglicher „Sonnenpause“ im Schatten sitze, zeige ich Aussichtsfotos aus Ende Februar 2008, als es ebenfalls sehr sonnig war und es eine gute Sicht von den Waldbergen südlich von Menden zur Stadt hin gab. Die Bilder sind vom Tüsberg aus entstanden, der schon jenseits der Stadtgrenze auf dem Stadtgebiet von Hemer liegt.
Die Aussicht geht nach Norden über Wald hinweg auf Teile der Innenstadt und den östlich davon gelegenen Pellenberg:

vom Tüsberg

Foto 1: Aussicht (gezoomt) vom Tüsberg bei Hemer-Becke auf Menden-Mitte; Februar 2008

Foto 1 war Grundlage für das folgende beschriftete und „bemalte“ Bild, auf dem ich so einiges näher erläutere.
Ein großer Teil dessen, was man in diesem Ausblick im Hintergrund sieht, liegt schon auf dem Gebiet von Mendens nördlicher Nachbarstadt Fröndenberg, die sich am Südhang des Höhenzuges Haarstrang erstreckt. Dazu habe ich eine Art „optische Stadtgrenze“ eingezeichnet; alles, was dahinter (oberhalb) zu sehen ist, gehört zu Fröndenberg:

p1000282_v1

Foto 2: wie Foto 1, mit Beschriftungen

Die eingetragene „Stadtgrenze“hat natürlich wenig mit der echten Nordgrenze Mendens zu tun. Die verläuft bekanntlich in der Flussmitte der Ruhr und ist Gegenstand meiner Reihe ‚Grenzpunkte‘. Die Ruhr selbst ist auf den Fotos hier an keiner Stelle sichtbar. Das Ruhrtal breitet sich zwischen dem Mendener Hügelland (zu dem auch die Kleine Haar  gehört) und dem Haarstrang aus. Durch den recht starken Zoomeffekt wirkt das Tal auf den Bildern unnatürlich gestaucht-schmal.

Im Zentrum der Fotos (und das habe ich natürlich bewusst so gewählt 😉  ) steht die Vincenzkirche [Vinz] als wichtigstes Wahrzeichen und Herz der Altstadt. Links daneben haben wir das Alte Rathaus [R]. Noch weiter links (südwestlich) ist das Städtische Walram-Gymnasium [Wal] hinter Baumwipfeln zu erkennen. Rechts (östlich) der Innenstadt erhebt sich der stadtnahe Hügel Pellenberg, an dessen unterem Hang wir uns zuletzt im ‚Bilderkreisel‘ bewegt haben, mit Saalbau [Wilh-S] und Park [Wilh-P] der Wilhelmshöhe. Man sieht hier, dass die Wilhelmshöhe nur etwa auf halber Höhe des Pellenbergs steht. Weiter oben liegt das private (kirchliche) Walburgis-Gymnasium (Lyzeum) [Lyz]. Am Südhang des Pellenbergs erstreckt sich der Katholische Friedhof [Fr], davor ist die Grundschule Josefschule [Jo] einigermaßen sichtbar. Auf den Bildern ist links unterhalb der Schule ein weiteres Mendener Wahrzeichen zu sehen, der Teufelsturm [T], der auf dem Altstadtring steht.

Insgesamt ist innerhalb der gezeigten Aussicht aber nur ein ziemlich kleiner Teil der Stadt enthalten.  Zwischen Pellenberg und Kleiner Haar befindet sich der große Stadtteil Lahrfeld, auf den die Sicht durch den Hügel verdeckt ist. Die nordwestlichen und westlichen Stadtteile (u. a. Platte Heide) stecken ganz außerhalb der Sichtachse dieses Aussichtspunkts. Von den eingemeindeten Ortsteilen sieht man nur ein schmales Stück von Schwitten (links der Kleinen Haar).

Foto 3 ist von selber Stelle und Zeit wie die beiden ersten, aber noch stärker herangezoomt. Wir sehen u. a. Vincenzturm und Pellenberg sowie im Hintergrund die Fröndenberger Stadtteile Westick und Westicker Heide:

p1000286_v1

Foto 3: ähnlich Foto 1, stark gezoomt

Zwischen Kirche, Altem Rathaus und Wilhelmshöhe ist auch ganz gut die Geländestufe von der Hönne-Niederung zum Pellenberg zu erkennen. Darauf steht u.a. das weiße Haus [1], auf das wir im letzten Foto der letzten ‚Kreiselstation‘ (s. vorigen Blogbeitrag) von der anderen Seite geblickt haben …

Advertisements

Über zalp

Beobachter von Alltag, Natur, Landschaft und (Jahres-)Zeiten aus dem nördlichen Sauerland
Dieser Beitrag wurde unter Altstadt, Bilderserie, Geographisches, Kirchen und Kapellen, Landschaft Mendens, Schulen & Co., Stadtgrenze, Stadtteile & Siedlungen abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu Aussichtspunkte 29: Aussicht von Süden auf Menden-Mitte mit Anknüpfung an Bilderkreisel u. a.

  1. puzzleblume schreibt:

    Die Beschriftung ist eine sehr gute und hilfreiche Massnahme. Der ausgefallene Turm des alten Rathauses ist ein Blickfang in all dem Geraden und Spitzen.

    • zalp schreibt:

      Danke!
      Die Formabweichung des Rathausturms gegenüber den anderen „prominenten“ Türmen und Dächern ist mir so noch gar nicht bewusst gewesen. Sehr gut beobachtet und guter Hinweis!

  2. nixe schreibt:

    Das ist ja einmal eine perfekt Erklärung anhand deiner roten Beschriftung – super..kann man sich bestens vorstellen! Sehr hilfreich für den Besucher 😉 . Ja….so wie du saß auch ich gestern Nachmittag im lauschigen Schatten um Fotos zu sichten…
    wünsche dir einen guten Wochenstart.
    Grüße von der Nixe

    • zalp schreibt:

      Dankeschön! Die Beschriftung im Bild hilft mir übrigens auch selbst: Es spart viel sonst nötigen Beschreibungstext.
      Dir wünsche ich auch eine schöne – wohl wieder wechselvoll-hochsommerliche – Woche!
      Viele Grüße,
      Christoph

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s