Wäldervielfalt 16: „Baumstars“ – auffällige Einzelbäume im Wald

Es heißt zwar „den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“. Tatsächlich ist es aber meist umgekehrt: der einzelne Baum fällt im großen Wald nicht auf.
Anders ist es hingegen mit wirklich auffälligen, besonderen Bäumen, die dem Waldbesucher dann doch ins Auge „springen“.
Das gilt vor allem für hochaufragende Bäume, die z. B. nach einem Sturm oder einer forstlichen Baumfällung stehen geblieben (oder gelassen worden)  sind wie hier eine Lärche als Überhälter auf der uns ja schon bekannten Kyrill-Lichtung im Mendener Stadtforst Waldemei:

Menden, ehem. Kyrill-Windwurf-Fläche in der Waldemei

ehem. Kyrill-Windwurf-Fläche in der Waldemei, nach Wiederaufforstung, mit stehen gebliebener und stehen gelassener älterer Lärche; November 2011

Andere Bäume sind auffällig – selbst wenn sie klein sind – weil sie eine ungewöhnliche Wuchsform haben, z. B. diese Hainbuchen im Stadtwald Haunsberg, die vielleicht aus einer früheren Hecke herausgewachsen sind:

Menden, knorrige Hainbuchen im Stadtwald Haunsberg

Menden, knorrige Hainbuchen im Stadtwald Haunsberg; Juni 2011

Der Star unter den Bäumen Mendens ist aber die „Dicke Berta“ (teils auch „Donneneiche“ genannt). Sie ist der älteste und stärkste Baum im waldreichen Märkischen Kreis und steht im westlichen Lüerwald auf dem Gebiet des Ortsteils Oesbern:

Dicke Berta (Donneneiche)

Dicke Berta (Donneneiche) im Lüerwald bei Menden-Oesbern; Oktober 2011

Diese alte Traubeneiche ist über 600 Jahre alt und hat einen Umfang von über 510 cm. Sie ist selbstverständlich ein „offizielles“ Naturdenkmal. An ihrem wulstigen Stamm mit den hoch herausragenden Wurzelansätzen erkennt man ihre Dimensionen so richtig:

Menden, Fuß der Donneneiche (Dicke Berta)

Menden, Fuß der Dicken Berta (Donneneiche), mit „Stamm-Tümpel“; Oktober 2011

Was die alte Baumdame wohl aus über 6 Jahrhunderten alles erzählen könnte …?

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Über zalp

Beobachter von Alltag, Natur, Landschaft und (Jahres-)Zeiten aus dem nördlichen Sauerland
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2 Antworten zu Wäldervielfalt 16: „Baumstars“ – auffällige Einzelbäume im Wald

  1. nixe schreibt:

    Solch alter Baumbestand…schreib ich mal….ist schon wunderbar, lieber Christoph, auch auf dem alten Hof meiner Verwandtschaft stehen noch viele knorrige Eichen und ein uralter Walnußbaum, den ich am meistem mag – so etwas sieht man selten.
    Die Bilder sind gut geworden…übrigens hab ich mir auch einen Kalender mit eigenen Fotos gestaltet.
    Grüße von der Nixe

    • zalp schreibt:

      Meist sind es zwar leider nur einzelne Baumriesen und -methusalems und keine echten Bestände oder gar Wälder aus solchen Bäumen, aber immerhin. Sie sind auf jeden Fall eine Bereicherung für Natur- und Kulturlandschaft.

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