Bilderkeisel 30: Alte(s) Pastorat auf Ur-Pfarrgehöft

Von der Einmündung Brandstr. (s. Kreisel 29)  gehen wir die Pastoratstraße weiter hinab in Richtung Süd-Süd-Ost. Rasch treffen wir dort auf das namengebende Gebäude, die bzw. das Alte Pastorat:

Menden, Alte(s) Pastorat

obere Pastoratstr. mit der Alten Pastorat, gesehen von Norden; Juni 2012

Es ist seit eh und je das Pfarrhaus von Mendens Ur-Pfarrei St. Vincenz und erfüllt heute weitere Funktionen als Pfarramt.
Aber wie sagt man denn nun, die oder das Pastorat? Grammatikalisch richtig und „Duden-mäßig“ ist das Wort natürlich ein Neutrum. Aber in Menden hat sich seit langem das Femininum hierfür eingebürgert, also (die) Alte Pastorat, so wie es auch über der Tür geschrieben steht:

Menden, Alte(s) Pastorat

Alte(s) Pastorat Menden; Januar 2013

Das Bruchsteinhaus musste gleich zweimal zur Zeit der großen Stadtbrände des 17. Jh. wiederaufgebaut werden. Es brannte sowohl im Jahre 1637 als auch 1663 nieder. Das heutige Bauwerk (be)ruht auf dem im Jahr 1666 vollendeten Wiederaufbau. Es hat ein Krüppelwalmdach und ein auffälliges – wenn auch einfaches – Zwerchhaus (Dachaufbau), dessen eigenes Dach die Traufe des Gesamtgebäudes zur Straße hin deutlich überragt. Es diente früher zum Be- und Entladen des Speichers auf dem Dachboden.

Die Alte Pastorat ist von einer Mauer und einem Garten umgeben. Auf demselben Gelände befand sich schon im frühen Mittelalter das sog. Pfarrgehöft Mendens. Früher diente der Garten v. a. der Versorgung des Pfarrhaushalts. Heute beherbergt er zusäztlich einen Kindergarten und das moderne Gemeindezentrum, das wir auf dem nächsten Foto aus der Gegenrichtung sehen:

Menden, mittlere Pastoratstr.

mittlere Pastoratstr. mit Gemeindezentrum St. Vincenz (vorne links)  und Alter Pastorat; ganz links Turmspitze der Vincenzkirche und ganz hinten der Teufelsturm; Oktober 200

Unterhalb des heute denkmalgeschützten Pastorat-Geländes gibt es eine „Ausbuchtung“ der Pastoratstr. mit Blick auf einen Teil der Gerberstraße:

Menden, Pastoratstr. / Gerberstr.

von der mitleren Pastoratstr. auf Pfarrgarten und Gemeindezentrum St. Vincenz (rechts) und auf die Gerberstr.; Mai 2012

Auf die Alte Pastorat will ich übrigens noch mal in der geplanten „Rückrunde“ des Bilderkreisels zurückkommen; ein bisschen mehr gibt es nämlich dazu noch zu sagen. Aber das ist noch eine Weile hin….

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