Wäldervielfalt 6: die beiden ungleichen großen Stadtwälder

In Menden gibt es sowohl Wald in privatem wie in öffentlichem Besitz. Die Stadt Menden selbst hat mehrere größere Forstflächen, die auf verschiedene Waldgebiete verteilt sind.
Die beiden größten stadteigenen Wälder liegen relativ weit auseinander und sind noch dazu recht unterschiedlich. Sie sind ein ähnliches Gegensatzpaar wie die Stadtteile Lahrfeld und Platte Heide und lassen sich diesen räumlich zuordnen.

Der Wald am Rothenberg liegt östlich der Hönne und des Stadtkerns. Er reicht im Westen bis nah an die Alt- und Innenstadt, im Norden an die Siedlung Lahrfeld.
Wie der Name schon andeutet, liegt er auf einem Berg und ist stark  durch seine Hanglage geprägt:

Menden, Wald am Kapellenberg

Laubmischwald am Südwesthang (Kapellenberg) des Rothenbergs; Mai 2012

Viel gebräuchlicher als der „offizielle“ und topographisch richtige Name ist für diesen Wald (und Berg) der Name Kapellenberg. Tatsächlich ist der Kapellenberg aber nur der südwestliche altstadtnahe Hang des Rothenbergs, über den auch der bekannte Mendener Prozessionsweg verläuft. Der Wald als solcher hat keinen eigenständigen Namen. Er wird sozusagen über „seine(n)“ Berg(e) identifiziert.
Der Wald erstreckt sich noch über weitere Berge bzw. Hänge. Der Boden ist vergleichsweise trocken und es gibt nicht viele und nicht  sehr wasserreiche oberirdische Gewässer. Das Gelände ist bewegt, nicht nur an den großen Hängen, sondern auch mittendrin, wie z. B. dieser wellige Bereich auf dem südlichen Nachbarberg Hünenköpfchen:

Menden, Wald am Hünenköpfchen

Mischwald mit Bodenwellen am Hünenköpfchen; November 2011

Der andere große Stadtwald ist die Waldemei westlich der Hönne und der Kernstadt. Die Waldemei reicht nicht bis an die Innenstadt, ist nicht nach einem Berg benannt und hat nicht verschiedene (offizielle und volkstümliche) Namen. Sie grenzt im Norden und Westen an die Stadtteile Liethen und Platte Heide, im Osten an den Stadtteil Obsthof. Dieser Wald hat nicht nur einen eindeutigen Namen, er ist trotz seiner großen Fläche auch  landschaftlich einheitlicher und geschlossener als der Rothenberg-Wald. Er (bzw. sie: die Waldemei) liegt zwar auch auf einem Berg (eigentlich auf mehreren), hat aber nicht solch steile Hänge wie sein (ihr)  „Bruder“ auf der anderen Tal- und Stadtseite. Man fühlt sich hier mehr im Wald als auf einem bewaldeten Berg.

Menden, Waldemei

Laubmischwald in der nördlichen Waldemei; Januar 2009

Die Waldemei ist etwas flacher und insgesamt feuchter als der Rothenberg. Das zeigt sich u. a. durch üppige Staudenvegetation entlang der Bäche und Tümpel:

Menden, in der Waldemei

feuchter und staudenreicher Mischwald in der südlichen Waldemei; Mai 2011

Beide Wälder sollen selbstverständlich noch öfter hier im Blog vorkommen, dann in Einzelporträts, u. a. im Rahmen der Bilderkreisel-Serie.

Auf dem Titelbild des Blogs (also ganz oben auf der Webseite) sieht man übrigens den Ausblick von der östlichen Waldemei über den Stadtkern auf die Wälder jenseits der Hönne; auf dem Foto ist hinten ganz rechts der Rothenberg/Kapellenberg zu sehen.

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