Mendens Gesteine im Überblick

In diesem Beitrag machen wir den ersten Ausflug in die spannende Geologie Mendens.
Wesentlich ist dabei die Beschaffenheit und der Aufbau des natürlichen Untergrundes im Stadtgebiet. Daraus lässt sich die erdgeschichtliche Entwicklung ablesen.
Sehen wir uns zunächst die von Natur aus vorkommenden Gesteine an.

Der größte Teil des Stadtgebietes wird eingenommen vom Schiefer, also dem bestimmenden Gestein des Rheinischen Schiefergebirges, zu dem auch das Sauerland gehört. Schiefer ist ein feinkörniges Sedimentgestein, das hier vor etwa 300 Mio. Jahren im Erdzeitalter Karbon entstand. Das Gestein ist sehr weich und zerfällt leicht in die charakteristischen flachen Platten:

anstehendes (an der Oberfläche hervortretendes) Schiefergestein am Osthang des Klevesbergs, an der unteren Unnaer Landstr. (B 515); September 2011

Zum Teil ist der Schieferuntergrund durchsetzt mit Grauwacke. Diese gehört zu den Sandsteinen und ist etwas grobkörniger und härter als der Schiefer:

Grauwacke-Steine auf dem Wälkesberg bei Menden-Halingen; Juli 2011

Ganz im Süden hat Menden einen kleinen Anteil am größten Kalkgebiet des Sauerlandes. Mehrere Arten von Kalkgestein kommen hier vor.  Wirtschaftlich bedeutsam ist v. a. der Massenkalk, der südlich von Oberrödinghausen liegt und von der dortigen Kalkindustrie abgebaut wird:

Kalksteine auf dem Gelände der Kalkwerke bei Menden-Oberrödinghausen; Oktober 2011

Die eigentliche geologische Besonderheit (vielleicht fast schon Sensation) Mendens ist ein nach der Stadt benanntes Gestein, nämlich das Mendener Konglomerat.  Dieses im geologischen Zeitalter des Perm vor ca. 270 Mio. Jahren entstandene Gestein setzt sich aus abgerundeten Geröllstücken älterer Steine zusammen, die durch ein charakteristisch rot gefärbtes kalkhaltiges Bindemittel fest verkittet sind:

an einer Felswand aus Mendener Konglomerat im nördlichen Lahrwald bei Menden-Schwitten; November 2011

Das Mendener Konglomerat kommt östlich der Innenstadt vor bis zum Stadtteil Lahrfeld und in Teilen der Gemarkungen Schwitten und Oesbern. Außerhalb des Mendener Stadtgebiets findet es sich nirgendwo.

Zu allen Gesteinen und insbesondere zum Konglomerat soll es es später noch weitere Beiträge geben….
Nachtrag: zum Mendener Konglomerat gibt es nun einen (ersten) eigenen Artikel.

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